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Kurzgefasst

Termine 2019

28. Februar
23. Mai
19. September
12. Dezember (Wahl des neuen Vorstand)

jeweils 18:30 Uhr im Rathaussaal Alice-Salomon-Platz 3, 12627 Berlin.

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Bericht der 1. Vollversammlung vom 28.02.2019

Bericht von der 1. Vollversammlung des BEA-K Marzahn-Hellersdorf am 28.2.2019


Thema: Gewaltfreie Kommunikation in Kita und Familie
anwesend: ca. 60 Eltern und pädagogische Fachkräfte. BEAK-Vorstand


Gäste: Barbara Leitner, zertifizierte Trainerin für gewaltfreie Kommunikation (GFK)


Team der Kita „Bergzwerge“ aus Marzahn, Glambecker Ring
Petra Fiebig, Verantwortliche für Tagesbetreuung im Jugendamt Marzahn-Hellersdorf

„Das Ziel der GFK ist es nicht, andere Menschen oder ihr Verhalten zu ändern, so dass sie sich verhalten, wie wir es gern hätten, sondern es geht darum, Beziehungen aufzubauen, die auf Ehrlichkeit und Empathie beruhen und die möglicherweise die Bedürfnisse aller erfüllen.“
- Marshall Rosenberg –

 

Barbara Leitner stellte den Kommunikationsansatz der gewaltfreien Kommunikation vor, der von Marshall Rosenberg begründet wurde. Er basiert auf der bedingungslosen Akzeptanz des Gegenübers und der eigenen Person und hat das Ziel, ein Miteinander ohne jegliche Gewalt und in unbegrenzter Liebe möglich zu machen.
Die Grundannahmen der GFK
- Es entspricht unserer Natur zu geben.
- Bedürfnisse sind universell, erkennbar und unabhängig von konkreten Personen.
- Es gibt viele Wege, ein Bedürfnis zu erfüllen, und wir sind verantwortlich für unsere Wahl.
- Wir können jederzeit neue Wege erlernen, Bedürfnisse zu erfüllen.
- Bedürfnisse stehen niemals im Konflikt miteinander, und uns auf die Bedürfnisse zu konzentrieren, hilft Konflikte zu vermeiden.

Die Schritte, auf wir in der GFK unsere Bewusstheit lenken:
- die Beobachtung dessen, was das Wohlbefinden beeinflusst, ohne es zu bewerten

- die Gefühle, die dadurch im Körper wahrnehmbar sind
- die Bedürfnisse (auf die die Gefühle verweisen), deren Lebensenergie berührt wird und die sich weiter entfalten will
- sowie die Bitte nach einer konkreten Handlung, die das Leben für alle bereichert.

Frau Leitner verdeutlichte die Grundideen der GFK mit Beispielen aus dem Zusammenleben in Familie und Kita. Hier einige Kerngedanken:
Gegenüber Kindern reagieren wir paradoxerweise oft mit Gewalt, wenn wir den Versuch machen, Gewalt zu verhindern: Wir stoppen Kinder (auch körperlich), unterbrechen ihre Impulse. Wichtig ist, sich klarzumachen, dass jeder immer das Beste tut, was ihr/ihm zur Verfügung steht. Jede kommunikative Äußerung drückt unbewusste Gefühle und Bedürfnisse aus. So verhält es sich auch bei Kindern.
Die gewaltfreie Kommunikation verlangt von uns Erwachsenen, bei uns zu sein, mit uns selbst in Kontakt zu sein. Nur dann können wir uns gut im Beziehungsgeflecht von Geben und Nehmen bewegen. Letztlich verhandeln wir mit den Kindern (und anderen Erwachsenen) immer Bedürfnisse.
Die gewaltfreie Kommunikation geht von der Grundannahme aus, dass Bedürfnisse niemals in Konflikt miteinander stehen. Wenn wir uns auf Bedürfnisse konzentrieren, hilft das, Konflikte zu vermeiden. Streit entsteht dann, wenn wir darüber reden, was wir tun müssen, statt darüber zu reden, worum es eigentlich geht. Die gewaltfreie Kommunikation empfiehlt, zu beobachten, was das Wohlbefinden steigert und das zu verstärken.
Kinder sind kooperationsbereit. Sie wollen lebendige Menschen als ihr Gegenüber, denn da können sie andocken, weil sie diese Lebendigkeit von sich selbst kennen. Wenn ich die Energie verkörpere, die ich brauche, hilft es, das zu bekommen, was ich brauche.
Ziel der gewaltfreien Kommunikation ist es nicht, andere zu ändern, sondern Beziehungen auf Empathie (Einfühlungsvermögen) und Ehrlichkeit aufzubauen. Rosenberg hat einen Grundsatz betont, das von seinem Lehrer Carl Rogers stammt: Nur wenn ich mich selbst akzeptiere, wie ich bin, ändere ich mich.
Praxisbeispiel
Das Team der Kita Bergzwerge in Marzahn stellte das Projekt „Wenn Jungen (und Mädchen) kloppen wollen“, ein Anti-Gewalt-Training für Kinder vor. Das Projekt läuft sehr erfolgreich und wird von einer begrenzten Gruppe von Kindern für die Dauer von einem Jahr besucht.
Diskussion
Frage: Wie verhält man sich in schwierigen Gesprächen mit Erwachsenen (Erzieher, Elternteil), die kein Einfühlungsvermögen zeigen und noch nie etwas von einer gewaltfreien Kommunikation gehört haben?
 Frau Leitner empfahl, aktiv zuzuhören, bis zum Ende zuzuhören und zu wiederholen, was man als Anliegen und Bedürfnis des anderen verstanden hat. Wichtig ist es aber auch, authentisch zu sein, d.h. klar zu sagen, wenn man so nicht weiterreden kann, weil der Andere zu aggressiv reagiert.
Frage: Wie soll man Zeit für solche Gespräche im Kitalltag finden? Der Personalmangel schafft schlechte Bedingungen dafür, in Ruhe mit Kindern, Eltern und Erziehern reden zu können.
 Frau Leitner erklärt, dass es schon reicht, sich einer Person (z.B. einem Kind in der Gruppe) intensiv zuzuwenden. Automatisch sind dann alle anderen auch wach und aufmerksam. Die Arbeitsbedingungen der Erzieher müssen aber unbedingt verbessert werden. Eine Möglichkeit dafür wäre, Sozialarbeit in den Kitas einzuführen, also multiprofessionelle Teams zu schaffen. Erzieher können nicht alles leisten. Eltern sollten sich mit den Erziehern solidarisieren.

Links: www.barbaraleitner.de Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!